Neuerungen für die Betriebe

Was 2026 für Friseurbetriebe wichtig wird
Gut angekommen im neuen Jahr und schon bringt 2026 zahlreiche Änderungen für Friseurbetriebe. Neben spürbaren Entlastungen gibt es auch neue rechtliche Rahmenbedingungen. Besonders relevant sind steuerliche Erleichterungen, Neuerungen im Arbeits- und Pensionsrecht, Weiterbildungsmodelle sowie Anpassungen im Miet- und Werberecht.

Mehr Netto und bessere Planbarkeit im Salon
Überstunden bleiben auch 2026 steuerlich begünstigt. Das bringt Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Netto vom Brutto und erleichtert Friseurbetrieben die flexible Einsatzplanung – etwa bei verlängerten Öffnungszeiten, Saisonspitzen oder kurzfristigen Ausfällen. Gerade angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels ist dies ein wichtiger Hebel für die Branche. Zusätzlich werden kollektivvertraglich vereinbarte Kündigungsfristen rechtlich abgesichert. Für Friseurbetriebe bedeutet das mehr Klarheit und Rechtssicherheit in der Personalplanung.

Arbeiten bis zur Pension: Übergänge besser gestalten
Im Bereich der Alterssicherung gibt es 2026 mehrere Änderungen. Die Altersteilzeit wird schrittweise angepasst, gleichzeitig kommt mit der neuen Teilalterspension ein flexibles Modell zwischen Erwerbstätigkeit und Pension. Für Friseurbetriebe bedeutet das: Übergänge älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten frühzeitig geplant und aktiv begleitet werden. Gleichzeitig wird der Zugang zur Korridorpension restriktiver. Erwerbsverläufe verlängern sich, was sich direkt auf Personalplanung, Einsatzzeiten und Kostenstrukturen auswirken kann.

Weiterbildung bleibt wichtig – mit neuen Spielregeln
Weiterbildung während aufrechter Beschäftigung bleibt auch künftig möglich, wird jedoch neu ausgestaltet. Förderungen – etwa über die Weiterbildungs(teilzeit)beihilfe – werden stärker gesteuert und an klarere Voraussetzungen gebunden. Für Friseurbetriebe lohnt es sich, Weiterbildungsmaßnahmen frühzeitig zu planen und gezielt mit Fördermöglichkeiten abzustimmen.

Entlastung für kleinere Betriebe
Erleichterungen gibt es vor allem für kleinere Salons: Die Grenzen bei der Basis- und Vorsteuerpauschalierung werden angehoben. Höhere Umsatzgrenzen und Pauschalsätze reduzieren den administrativen Aufwand – insbesondere für Einpersonenunternehmen und kleinere Friseurbetriebe.

Mietverträge im Blick behalten
Im Miet- und Zivilrecht werden Indexierungs- und Anpassungsregeln weiter eingeschränkt. Für Friseurbetriebe, bei denen Mietkosten einen wesentlichen Fixkostenfaktor darstellen, empfiehlt sich ein genauer Blick auf bestehende Mietverträge sowie eine sorgfältige Planung künftiger Kostenentwicklungen.

Nachhaltigkeit: Werbeaussagen genau prüfen
Strenger werden die Regeln für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Begriffe wie „nachhaltig“, „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ dürfen künftig nur noch verwendet werden, wenn sie klar belegbar sind. Friseurbetriebe sollten ihre Marketing- und Werbemaßnahmen daher überprüfen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Digitale Verantwortung nimmt zu
Mit der Umsetzung der EU-Richtlinie NIS-2 steigen die Anforderungen an IT- und Datensicherheit. Auch wenn nicht alle Friseurbetriebe direkt betroffen sind, rückt der sichere Umgang mit Kundendaten, Online-Terminbuchungen und Kassensystemen stärker in den Fokus.

Fazit
2026 bringt für Friseurbetriebe eine Mischung aus Entlastung und neuen Pflichten. Wer sich frühzeitig informiert, kann steuerliche Vorteile nutzen, Personal- und Pensionsübergänge besser planen und rechtliche Risiken im Betrieb reduzieren. Alle relevanten Änderungen für Unternehmer:innen 2026 gibt es kompakt auf wko.at/aenderungen2026.